Erfahrungsberichte

Dorothea Weber, Regensburg

Es handelt sich um ein Spiel, bei dem es nicht darum geht zu gewinnen – sei es durch Glück oder Taktik. Nein, hier wird auf spielerische Weise ein Raum eröffnet, in dem man Wirklichkeit, Wünsche, Optionen visualisieren und immer wieder verändern kann. Keine komplizierten Regeln, aber Anregung zu Austausch und Dialog zwischen den Partnern. Für den Anleitenden / Berater / Therapeuten wird die Arbeit an schwierigen Themen spürbar "leicht gemacht" durch diese ansprechenden spielerischen "Hilfsmittel", die die meisten Menschen von klassischen Familienunterhaltungsspielen wie Memory etc. her kennen. Von Anfang an besteht kein Anlass zu Scheu vor komplizierten Abläufen oder starren Regeln. Die verschiedene Varianten und Themenschwerpunkte, die man "spielen" kann, eröffnen im buchstäblichen Sinn den Blick auf oft ungeahnte Ressourcen der Menschen. Die Komplexität moderner Paar-, Familien- und Patchworkbeziehungen wird sichtbar.

Ebenso aber lassen sich die Chancen zur Veränderung, für Unterstützung und Schaffung neuer Freiräume spielerisch entwickeln, diskutieren, erfühlen und einfach mal "angucken". Die Materialien sind sehr vielseitig einsetzbar und können situations- und fallabhängig in verschieden Phasen der Beratung oder Therapie genutzt werden. Das Format und Gewicht des Spiels ist trotz der Fülle der zur Verfügung stehenden über 100 Karten erstaunlich "handlich" und leicht transportierbar, die Zeichnungen mit liebevollen Details und in angenehmen Farben gestaltet. Ergebnis für mich als "Testspielerin vom Fach": Warum gibt´s so was nicht schon länger? Mit diesem Spiel lässt sich wunderbar individuell arbeiten, da kein bestimmtes Ziel erreicht werden muss, aber viel erreicht werden kann. Und noch ein großer Vorteil für die Praxis: es dauert überhaupt nicht lange, bis man sich mit der/n Spielweise/n vertraut gemacht hat.

Dorothea Weber
Kommunikationstrainerin und Mediatorin
Regensburg, Dezember 2013

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Portrait Eva Tillmetz Eva Tillmetz, www.eva-tillmetz.de




Martina Winiger, Luzern (CH)

Ich mache mit FIB in meinen Paarberatungen sehr gute Erfahrungen. Die Paare schätzen es sehr, die Veränderungen, welche die Familiengründung mit sich bringt, so einfach und doch klar veranschaulicht zu bekommen. Als Hausaufgabe gebe ich danach «meinen» Paaren den Auftrag, sich im Alltag bewusst zu werden, in welchem Lebensfeld sie sich gerade befinden. Dadurch wird den Paaren erst bewusst, wie oft am Tag sie von einem Lebensfeld ins Andere springen. Und so wird jedem schnell klar, was für eine grosse Herausforderung das ist.

Natürlich wissen das alle schon vorher, dass die Familiengründung eine Herausforderung ist, aber mit den Lebensfeldern wird viel klarer, warum es so herausfordernd ist. Auch decken die Lebensfelder die Bedürfnisse jedes Menschen sehr gut ab. Das Bedürfnis nach Nähe und Liebe, welches im Gegensatz zum Bedürfnis nach Distanz und Freiraum steht – und doch sind beide gleich wichtig! Diese Veranschaulichung macht den Paaren klar, dass die Freizeit ausgeglichen ermöglicht werden muss.


Martina Winiger
Dipl. Coach / Mentroin CAS
Paartherapeutin IBP
Hypnosetherapeutin NGH
Systemische Beraterin INSAC
Luzern (CH), November 2016

www.raumfuerberatung.ch
www.hypnose-raum-luzern.ch

Carsten Bromann, Braunschweig

Wir führen in unserer Beratungsstelle regelmäßig sogenannte Politikergesprächskreise durch, zu denen wir Lokalpolitiker aus den Fachausschüssen einladen, die über die Anträge unserer Beratungsstelle entscheiden. Dazu werden noch Amtsleitungen aus der kommunalen Verwaltung, Sozialdezernent, Jugendamtsleitung, Sozialamtsleitung sowie Vertreter des Trägers eingeladen.

Als integrierte Familienberatungsstelle mit Angeboten u.a. der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie der Säuglings- und Kleinkindberatung und der Trennungs- und Scheidungsberatung haben wir uns zu einem Treffen vorgenommen über die Beratungsarbeit mit Paaren und Familien mit kleinen Kindern zu berichten.

Diese Gesprächskreise umfassen 10 Personen. Sie sollen sowohl anschaulich für Laien unsere Arbeit transparent machen, sowie eine vertraute, persönliche Atmosphäre verbreiten.

In der Vorbereitung auf dieses Treffen habe ich das systemische Familienentwicklungsspiel entdeckt und fand das ein hervorragendes Medium, um unsere Arbeit darzustellen. Wir hatten zu dem Gespräch mit den 10 Personen auf dem Tisch bereits die Lebensfelder für das FIB aufgebaut. Nach einer Einleitung, konnten wir unsere Arbeitsbereiche Paarberatung und Familienberatung nach und nach mit Hilfe weiterer Hilfsmittel (Geldmarken und Zeitmarken) sowie die Figuren des Familienbretts erklären. Alle Teilnehmer beugten sich gespannt über das Spiel und eine sehr intensive Diskussion über die Arbeitsprozesse entstand.

Die Finanzierung der Beratungsstelle scheint nun auf längere Zeit gesichert – FIB sei Dank!

Carsten Bromann
Gesamtleiter der Familienberatungsstellen des AWO-Bezirksverbands Braunschweig e.V.
Oktober 2015

www.awo-bs.de

Rita und Matthias Freitag, Chemnitz

Wir haben das "Spiel" sowohl in der Paarberatung (Erziehungsberatungsstelle) als auch im Seminar getestet. Zu Beginn stand eine Überraschung: wir hatten ein Spiel nach Art der Brettspiele von Dr. Manfred Vogt (Manfred Vogt Spieleverlag, Bremen) erwartet – mit Zufallsmomenten (Würfeln, zufällige Frage), Belohnungen, Überraschung – und fanden eine visualisierende und strukturierende Methode zur Unterstützung von Gesprächen (vergleichbar etwa mit dem Familienbrett, naturgemäß komplexer in der Anwendung). Das Spielerische entsteht hier im Dialog, vor allem in der Erarbeitung und Beschreibung von Unterschieden in den Sichtweisen der Klienten.

Unsere Eindrücke: es braucht einiges an Einarbeitung um "reinzukommen". Als nützlich hat sich erwiesen, im Seminar und Intervisionsgruppe ein paar "Selbstversuche" zu unternehmen. Als (naturgemäß) komplex haben wir die Themenkarten erlebt – hier schlagen wir vor, die Begriffe in einer weiteren Auflage aufzudrucken (auch für die Klienten!) oder darauf zu achten, wie auch empfohlen, durch eine Auswahl / Priorisierung die Komplexität zu reduzieren. Wir haben kleine Haftnotizen mit den Begriffen zu Hilfe genommen.

Die Idee mit Lebensbereichen, Themen und Personen eine Art "Aufstellung" zu machen, hat uns angesprochen. Gerade zu Beginn von Beratungsprozessen (meist zweite oder dritte Beratung) wurde diese Art der Visualisierung von KlientInnen als Unterstützung beschrieben. Die Möglichkeit, mit Smileys zu kommentieren oder Zeit- und Geldbudgets zu verteilen, gibt den Klienten Flexibilität und lässt Handlungsmöglichkeiten erleben. In einigen Beratungen wurden so Tabuthemen angesprochen, die nach unserem Eindruck sonst nicht so schnell geäußert worden wären.

Als wichtig erachten wir, WIE das Spiel in einen Beratungsprozess eingebaut wird. Kommt ein Paar, eine Familie mit einem konkreten Anliegen und Auftrag, so ist ein Fokus darauf zumindest zu Beginn aus unserer Sicht besser als die breite Lebens-Landkarte des Spiels. Wir haben meist zum Spiel Sinn angeboten wie "wir möchten uns gerne einen Überblick über Ihre Familiensituation und die unterschiedlichen Sichtweisen verschaffen um damit Lösungsidee zu (er)finden"… Bei eher diffusen Aufträgen oder in der Selbstreflexion kann das Spiel genutzt werden, um einen Überblick über wichtige Themen zu erarbeiten, die dann mit anderen Methoden (z.B. Familienbrett) vertieft werden können. Wir haben das Spiel meist auch im Anschluss mit anderen Methoden verknüpft (Visualisierung, Familienbrett, Embodiment: Arbeit im Raum, Skulptur, Timeline, Aufstellung, insbesondere Glaubens¬polaritäten¬aufstellung).

Zusammenfassend betonen wir, dass das Spiel sehr von der Expertise der Beraterin / des Beraters lebt, z.B. der Kompetenz zu fragen, auf Allparteilichkeit zu achten, Methodenwechsel anzubieten etc. Ein Einsatz durch Laien in der Beraterrolle macht für uns keinen Sinn. Besonders empfehlenswert ist das Spiel, um sich einen Überblick über Lebensthemen zu verschaffen, die dann fokussiert mit anderen Methoden vertieft werden können.

Rita und Matthias Freitag
Systemische Beraterin und Familientherapeutin, Lehrtherapeutin SG
Systemischer Berater und Familientherapeut, Lehrtherapeut SG
Januar 2015

www.isa-chemnitz.de

András Wienands, Berlin

Wir haben das Spiel gespielt und mit einem Paar ausprobiert … und siehe das, es ist wundervoll! Ich freue mich sehr daran, dass das Spiel in einer so stimmigen Weise Möglichkeiten anbietet auf symbolischer Ebene die verschiedensten Themen zu reflektieren. Einfach nur darüber zu reden ist häufig zu wenig. Mit Hilfe des Spiels, seiner Karten und Felder, kann man darstellen, gestalten und symbolisch veranschaulichen ohne zu überfordern.

Der vollkommen flexible Umgang mit den angebotenen Symbolen macht es zudem möglich dem Fluss des Geschehens in einer behutsamen Weise zu folgen. Die Art und Weise wie dabei die unterschiedlichen Erlebnisräume und deren Grenzen aufgegriffen werden können, macht das Spiel für mich zu einem wertvollen Baustein in jedem Therapeutenkoffer.

Dipl. Psych. András Wienands
Institutsleitung GST - Berlin GmbH
Berlin, November 2014

www.gstb.org

Susanne Tinnemeier & Kai Götzinger, Saarlouis

"Das systemische Familienentwicklungsspiel" - allein der Titel weckte bei uns Familienberatern größte Neugier. Nach Eintreffen des handlichen Spielkartons, mit dessen grafisch sehr gelungener Gestaltung, wurden gleich die hochwertigen Materialien ausgepackt. Im Selbstversuch sollte ein erstes Spiel gewagt werden.

Das Autorenteam hat für die erste Spielvorbereitung einen Merkzettel beigelegt, der einen raschen Überblick über die benötigten Materialien ermöglicht. Das Spiel selbst erfordert jedoch zunächst die recht zeitaufwendige und konzentrierte Lektüre der 35- seitigen Spielanleitung. Darin ist vor allem die überblicksartige Darstellung des Regensburger Entwicklungsmodells als Grundlage der Spielidee sehr gewinnbringend.

Vor dem ersten Einsatz mit Klienten erscheint eine intensive Beschäftigung mit dem Material und den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten erforderlich. Dazu hat sich das modellhafte Durchspielen der einzelnen Spielvarianten unter KollegInnen bzw. im Team als sehr hilfreich erwiesen.

Der Umgang mit den Lebensfelder-Karten erschließt sich dabei recht schnell. In der praktischen Arbeit sind sie eine gute Möglichkeit sowohl für die Darstellung der Lebenssituation einer Familie als auch für die Initialisierung eines intensiven Dialogs über spezifische Themen.

Auch der Einsatz der Gefühlskarten ist schnell verständlich und gut umsetzbar. Durch die Visualisierung wird ein direkter Zugang zu den jeweiligen Emotionen ermöglicht. Gerade für Personen, für die es schwierig ist, über ihre Gefühle zu sprechen, ist diese nonverbale Ausdrucksmöglichkeit hilfreich. Die weiteren Spielvarianten mit zusätzlichem Material wie Grund- und Vertiefungsthemenkarten, Personen- und Tierkarten sowie Geldmarken erschließen sich dagegen weniger schnell und brauchen in der praktischen Arbeit mehr Erläuterung bzw. unter Umständen eine Vorstrukturierung und Vorbereitung.

Vorteil der verschiedenen Materialien und Spielvarianten ist, dass dadurch eine hohe Flexibilität in der Prozessgestaltung und eine sehr individuelle Ausrichtung auf spezifische Paar- und Familienthemen möglich wird. Die Zeitangaben erscheinen insgesamt etwas knapp bemessen. Insgesamt bietet das FIB viele Möglichkeiten für einen kreativen und konstruktiven Auseinandersetzungsprozess in der Arbeit mit Familien und Paaren. Das FIB- Spiel hat das Potential, bedeutsame Entwicklungsprozesse anzustoßen und zu begleiten. Wir möchten dem Autorenteam, Eva Tillmetz und Gabriele Grabl, für Ihre innovative Idee gratulieren und dafür danken, dass mit dem FIP Therapie- bzw. Beratungsmaterialien geschaffen wurden, die einen bildhaft-gestalterischen und dadurch spielerisch wirkenden Zugang zu komplexen Familiendynamiken ermöglichen.

Susanne Tinnemeier, Kai Götzinger
Lebensberatung Saarlouis
Saarlouis, Oktober 2014

Lebensberatung Saarlouis

Volker Mai, Karlsruhe

FIB – Familie in Balance, das systemische Familienentwicklungsspiel von Eva Tillmetz, vermittelt sowohl hinsichtlich der Grafiken, als auch der materiellen Beschaffenheit einen hochwertigen Eindruck. Beim Lesen der 35-seitigen Spielanleitung ahnte ich bereits, welches Potenzial das FIB beinhaltet. FIB wird im Untertitel als systemisches Familienentwicklungsspiel bezeichnet. Einerseits finde ich den Begriff Spiel passend, weil FIB einen spielerischen Zugang zu unterschiedlichen Themenbereichen rund um Fragestellungen zu Familie und Partnerschaft eröffnet. Andererseits bietet es angesichts der vielfältigen Varianten und Einsatzmöglichkeiten in Einzel-, Paar- und Familientherapien, sowie in Seminaren erheblich mehr, als ich mit dem Begriff Spiel verbinde. In der Spielanleitung werden 10 Spielvarianten gut verständlich erläutert. Die gemeinsame Basis aller Spiele sind die Lebensfelder. Sie fokussieren die individuellen Räume (persönliches Feld, Beruf und Herkunftsfamilie jeweils für die Frau und den Mann) und die gemeinsamen Räume, Partnerschaft, Elternschaft sowohl bezogen auf das Management, als auch bezogen auf die Beziehungsgestaltungen und externe Unterstützung.

Die Klient/innen können die Lebensfelder zueinander in Beziehung legen und als Gesprächsgrundlage in der Therapie, Beratung oder in Seminaren nutzen. Die unterschiedlichen, zum Teil widersprüchlichen Interessen und Bedürfnisse sind nicht nur sprachlich zugänglich, sondern werden zusätzlich durch die Lebensfelder visualisiert. Klient/innen können durch den Blick von außen einfacher die unterschiedlichen Perspektiven und die damit verknüpften Interessenlagen einnehmen. Unter dem Gesichtspunkt der Würdigung aller Beteiligten können Klient/innen gewünschte Veränderungen spielerisch entwickeln. Mit FIB lässt sich besonders eindrücklich die hohe Komplexität bei Patchworkfamilien mit Hilfe der Lebensfelder visualisieren. Ergänzend zu den Lebensfeldern laden die 20 Themenkarten von "Abschied" über "Erotik" bis zu "Streit und Versöhnung", sowie weitere 20 Vertiefungsthemen zum Nachdenken und austauschen ein. Insgesamt finde ich das FIB eine kreative Ergänzung zu den klassischen systemischen Fragetechniken. Es erleichtert den Zugang zu den relevanten Themen, die Übersicht über das komplexe Feld vielfältiger Rollen und Bedürfnisse und das Verankern von Entwicklungsprozessen.

Volker Mai
ISTN Karlsruhe
Karlsruhe, September 2014

www.karlsruhe.istn-online.de

Gabriele Locherer, Freiburg

FIB ist ein gut durchdachtes Spiel, was unterschiedliche Möglichkeiten für die systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie bietet. So gibt es die gut beschriebenen Einsatzmöglichkeiten in der beigefügten Anleitung. Sehr gelungen finden wir die Lebensfelderkarten, die es ermöglichen, dem Paar, der Familie oder der Einzelperson sehr schnell, die eigene Lebenssituation darzustellen. Wie viel Raum nimmt was bei uns / bei mir / bei dir ein? Hier ist es möglich gemeinsam mit einem Kartenset zu arbeiten, so erhält die Therapeutin einen Eindruck, wie die Familie oder das Paar miteinander in den Dialog und die Abstimmung geht, oder die Partner arbeiten zunächst getrennt und dann wird geschaut und der Dialog beginnt, oder die Variante der eine Partner / in erstellt das Bild des anderen Partners und zeigt, wie er den Partner / die Partnerin wahrnimmt. Toll wie viele Varianten möglich sind. Im Anschluss daran gut geeignet ist die Lebenswünsche-Situation darzustellen, d.h. welcher Bereich sollte mehr Raum und Zeit erhalten usw. Daraus können gemeinsam Ziele / Aufträge erarbeitet werden und der erste Schritt für die gemeinsame Weiterarbeit benannt werden. FIB eignet sich zur Auftragsklärung in der Therapie. FIB eignet sich um gemeinsam Ziele zu entwickeln. Es eignet sich auch auf diese Weise, am Ende einer Therapie eine Bilanz zu machen. FIB eignet sich, um bei Paaren sehr schnell ein Bild der aktuellen Gefühlssituation zu bekommen. Hier kann die Karte "Ich und Du", benutzt werden, dazu die Gefühlskarten mit dem Auftrag jeder für sich oder für den anderen Partner das Gefühl auf die Karte zu legen, was aktuell ihre Beziehung bestimmt. Eine intensive Arbeit mit den Lebensfeldkarten zur aktuellen Lebenssituation kann durch die Gefühlskarten entstehen, wo es möglich ist, die Gefühle zu den Lebensfeldern legen zu lassen, um die momentane Zufriedenheit und das Gefühl für den jeweiligen Bereich zu erfassen. Bei Paaren sehr gut geeignet, die Partner für den anderen Partner legen zu lassen, so dass die Erfahrung, wie viel nimmt der andere Partner von mir wahr, wie gut kennt er mich, gemacht werden kann.

Hier sehr gut geeignet sind auch die mit im Paket enthaltenen Themenkarten, die angeboten werden können, damit die Partner die für sie wichtigen Themen auf ihr Lebensfeld legen können. Was gehört für mich / für dich zum Feld "Ich und Du" unbedingt dazu, von was brauche ich wie viel?, was fehlt momentan auf meinem Feld "Ich und Du", wann war das anders?, was nimmt zu viel Raum ein auf diesem Feld? In der Arbeit mit der Gesamtfamilie, kann "FIB" gut eingesetzt werden, hier fanden wir die Lebensfeldkarten "Vater, Mutter, Kind-Welt"(gelb) und die Karte Familienmanagement (grün) und die Karte "Ich und DU" (rot), evtl. noch ergänzt dazu die Karte "Mein Beruf" (blau) gut möglich. Sinnvoll war es in einer Familiensitzung mit der Karte "Vater, Mutter, Kind-Welt" alleine zu arbeiten, mit dem Fokus, was gehört für euch , für dich auf diese Karte?, was findet bei euch in diesem Bereich statt (Themenkarten) oder Themenkarten und Gefühlskarten, was von dem was stattfindet ist schön, macht Spaß usw. Wird in der Familiensitzung mit mehr als einer Karte gearbeitet, kann es mit der Zeit von 1,5 Std. bei vier Personen etwas knapp werden. Das bedeutet, dass die Therapeutin genau schauen muss, was sie als Themenkarten anbietet. Außerdem ist es sinnvoll, dass die Therapeutin, die Themenkarten benennt. Die Variante, die Themenkarten ohne benennen anzubieten fanden wir spannend, da hier manchmal ein Dialog über unterschiedliche Interpretationen losging. Diese Variante ist jedoch zeitintensiver. Bei Familien muss auf das Alter der mitspielenden Kinder geachtet werden. Kinder unter Schulalter sind hier als Mitspieler nicht so gut geeignet. Was uns gut gefallen hat, war, dass "FIB" durch die Lebensfelderkarten, der Familie und dem Paar oder dem Einzelnen deutlich signalisiert, "es ist viel was du / ihr zu bewältigen habt. Die Klienten fühlen sich dadurch wertgeschätzt. Gut könnten wir uns vorstellen, noch eine Blankokarte für ein Lebensfeld einzusetzen, da es noch andere Lebensfelder (bei unterschiedlichen Nationalitäten) geben kann. Bei den Themenkarten fänden wir gerade für unsere Arbeit, gut noch Karten für Krise, Krankheit z. Bsp. zu haben, da wir oft im Auftrag des Jugendamtes Familientherapie übernehmen.

Gabriele Locherer
tandem PRAXIS & INSTITUT
Freiburg, August 2014

www.tandem-freiburg.org

Volkmar Abt, Augsburg

Weshalb ist eigentlich nicht schon längst jemand auf diese Idee gekommen? Dieser Satz zwängte sich nach 8 (Test-)Anwendungen des FIB-Spiels in unterschiedlichen Kontexten förmlich auf. Es gelingt wirklich "spielerisch" Zugang zu zentralen Themen des Lebens, der Familie, des Arbeitens zu gelangen: Vom Vordergründigen zum Hintergründigen, von der Oberfläche in die Tiefe. Es ermöglicht in Beratungs- Supervisions- und Coachingsettings ressourcenorientierte Ausrichtungen für die Weckung von Entwicklungspotenzialen zu nutzen. Die flexible Handhabung erleichtert dabei auch das Experimentieren mit unterschiedlichen Themen. Dies führt in eine dialogisch-erkundende Welt, in der selbst absichtsfreies Variieren manchmal zu überraschenden Erkenntnissen führt.

Unseren bisherigen Kunden hatte es zudem auch Spaß gemacht! Das Spiel ist sowohl visuell als auch haptisch gut angelegt (man kann vieles "begreifen"), wobei manche Kärtchen durchaus etwas größer sein könnten. Die Gesprächsimpulse helfen sehr gut, um anregende Fragen zu stellen und gute Antworten zu finden. Im Grunde folgt das Spiel der Time-Line-Idee: Wo will ich hin, wie ist es dort, wo komme ich her, was habe ich gelernt, was kann ich für den 1. Schritt brauchen? Fazit: Ein gelungenes Medium um lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten zu unterstützen und auf mehreren Sinneskanälen Entwicklung anzuregen. Gratulation!

Volkmar Abt
Systemisches Institut Augsburg
Augsburg, August 2014

Systemisches Institut Augsburg

Dr. S. Altmeyer, Eschweiler

Erster Eindruck: handlich! Gute Kartongröße, zwar komplexer Inhalt, aber der beigefügte Erklärungszettel zu den "Vorbereitungen für das erste Spiel" klar und leicht umsetzbar. Die großen Lebensfelder sind aus einem etwas elastischen Papiermaterial, das sehr angenehm in der Hand liegt, die Personen-, Themen- und Gefühlskarten aus Pappe und sehr vielgestaltig. Ich wollte das Spiel in einer Paartherapie gleich ausprobieren und hatte nur ca. 15 Minuten Zeit mich einzulesen, das reichte aus, es anwenden zu können. Ich entschied mich für Spielvariante B "Gefühlswelten – das Empathiespiel", da das Paar, das zum zweiten Mal zur Therapiesitzung kam, Schwierigkeiten damit hat, über Gefühle zu sprechen und die Gefühle des anderen zu verstehen. Meinen Vorschlag, die unterschiedlichen Gefühlswelten mit Hilfe des Spieles dar zu stellen, griff das Paar interessiert auf und stieg gleich ein, ein Familienbild zu gestalten. Ich hielt mich ziemlich genau an die Spielanleitung in Spielphase 1 und 2, insbesondere in Bezug auf die vermuteten Gefühle des jeweils anderen, wobei die farbliche Kennzeichnung (rot – und blauumrandete Gefühlskarten) sehr praktisch war. Das Paar geriet in intensive Kommunikation und Diskussion, so dass meine Moderation nur gelegentlich erforderlich war und zurückhaltend sein konnte. Phase 3 ließ ich weg, da ich den Eindruck hatte, dass schon eine ganze Menge neuer Informationen im System waren. Insgesamt hatte das Paar sich ca. 50 min mit dem Spiel beschäftigt und gab positive Rückmeldungen dazu. Beim nächsten Treffen 4 Wochen später gaben beide an, dass das Spiel einen einprägsamen Eindruck hinterlassen habe – er habe die Felder richtig vor sich gesehen und sich darüber gefreut, dass sie als Paar so viele gemeinsame Werte haben, sie sei sich des gemeinsam erreichten erst so richtig bewusst geworden. Insgesamt habe ich von dieser ersten Anwendung einen sehr guten Eindruck – das Spiel ist einfach zu handhaben und gut einzusetzen und ich fühle mich ermutigt, nach und nach auch die 9 anderen Spielvarianten auszuprobieren und öfters einmal einzusetzen.

Dr. S. Altmeyer
Systemisches Institut Euregio SIE.
Eschweiler, August 2014

Systemisches Institut Euregio SIE.