Die Spielidee

Das Familienleben gleicht einer bunten Beziehungslandschaft, die sich aus Lebensfeldern zusammensetzt und immer wieder neue Formen annimmt. Auf diesen Lebensfeldern spielen sich der gesamte Alltag und alle nur denkbaren Festtage ab. Die SpielerInnen entwickeln mit variabel positionierbaren Lebensfeldern ihre persönliche Familienlandschaft. Sie legen auf diese Lebensfelder Personenkarten, die für Menschen stehen, die die Familie begleiten und beeinflussen. Sie bestücken die Lebensfelder mit Themenkarten, die all das symbolisieren, was die Familie beschäftigt. Indem die Eltern mit Personen- und Themenkarten spielen und ihr Erleben kommunizieren, nehmen sie ihre Gefühle bewusst wahr und erspüren ihre Bedürfnisse und Wünsche.

Für die meist knappen Ressourcen Zeit und Geld gibt es weitere Spielvarianten.

Ausgehend von einer aktuellen Ist-Situation entwickeln die Eltern für ihre Anliegen Lösungsideen. Sie spielen mögliche Wechselwirkungen durch und finden Umsetzungsmöglichkeiten für ihre ganz persönliche, immer wieder aufs Neue auszutarierende Familienbalance. FIB – FAMILIE IN BALANCE bietet neben einer Grundregel neun Spielvariationen an. Je nach zeitlichen und inhaltlichen Rahmenbedingungen können so Themen eingegrenzt und ausgewählt werden.

FIB zeigt Wechselwirkungen im Familiensystem auf.
FIB visualisiert zentrifugale Kräfte und Belastungsfaktoren.
FIB entschleunigt den Veränderungsprozess.
FIB erschließt Ressourcen und eröffnet Perspektiven.
FIB fördert die kommunikativen Kompetenzen der Eltern und regt zu kooperativen Lösungen an.

Familiengründung - systemisch betrachtet

Mit der Geburt des ersten Kindes entsteht ein neues Familiensystem. Was bedeutet das?

Von der Familiengründung sind alle Systemebenen betroffen: das Paar wird Eltern, seine Eltern werden Großeltern, Geschwister werden zu Onkel und Tanten. Drei völlig neue Subsysteme entstehen: die Elterndyade, die Mutter-Kind- und Vater-Kind-Dyade.

Die Familiengründung betrifft nicht nur einen einzelnen Lebensbereich, sondern alle Dimensionen des Lebens: ob Berufs- wie Privatleben, Lebensstil oder Lebensgewohnheiten, Wertvorstellungen wie Gefühlsleben, Sexualität und Spiritualität – in jedem Lebensbereich gilt es sich neu zu organisieren.

Die Veränderungen geschehen nicht etwa schleichend, sondern von heute auf morgen – sozusagen revolutionär. Keiner kann sich wirklich darauf vorbereiten.

Ein qualitativer Wandel findet statt: Nicht nur ein neues Familienmitglied kommt hinzu, sondern ein neues Familiensystem konstituiert sich: mit eigenen Grenzen, eigenen Binnenräumen und eigenen Regeln.

Familiengründung bedeutet Paradigmenwechsel: Aus zwei völlig unterschiedlichen Familien bildet sich eine neue. Durch ihr tägliches Zusammenspiel, ihre Entscheidungen und Konfliktlösungen schaffen Eltern ein neues Wertesystem, das sich zwar aus den Herkunftsfamilien speist, aber dennoch etwas völlig Neues darstellt.

FIB - das systemische Praxiskonzept

Downloads

Texte von der Spielentwicklerin Eva Tillmetz zum Hintergrund von FIB – FAMILIE IN BALANCE

Das Fachbuch zum Spiel

Theoretische Grundlagen und viele Praxisbeispiele zur Anwendung des Spiels FIB – FAMILIE IN BALANCE erhalten Sie im Fachbuch:

Eva Tillmetz, Balanceakt Familiengründung – Paare begleiten mit dem »Regensburger Familienentwicklungsmodell«

Klett-Cotta, Stuttgart. 1. Auflage 2014.
256 Seiten, broschiert, ca. 30 teils vierfarbige Abbildungen.

Leseprobe unter http://www.klett-cotta.de/media/14/9783608891430.pdf

 

Buch von Eva Tillmetz: Balanceakt Familiengründung, Verlag Klett-Cotta